Fenster sichern 15.05.2016 14:52

Standardfenster lassen sich innerhalb weniger Minuten mühelos öffnen. Durch zusätzliche mechanische Sicherungen kann man das Eindringen erschweren. So empfiehlt es sich zum Beispiel, eine Teleskopstange innen quer vor die Fenster zu montieren (Kosten: ab 120 Euro). Das sieht zwar nicht besonders hübsch aus, ist aber einfach und effektiv. Außerdem kann man diese Stange beim Umzug mitnehmen.

Gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher. 

Die optisch ansprechendere, aber auch kostspieligere Variante sind einbruchhemmende Beschläge, die im Fenster integriert sind: Die üblichen Beschläge, sogenannte „Rollzapfen“, lassen sich einfach aus der Führung im Fensterrahmen herausrollen. Besser sind „Pilzzapfen“: Sie rasten in der Vorrichtung am Fensterrahmen ein, sodass das Fenster nicht geöffnet werden kann. Für eine Terrassentür kostet das Umrüsten circa 280 Euro. Abschließbare Fenstergriffe sind eher eine Kindersicherung und kein richtiger Schutz gegen Einbrecher. Gut gesicherte Fenster lassen sich nur durch Zerschlagen von Glas überwinden. Und das macht so viel Lärm, dass potenzielle Täter oft lieber ganz die Finger davon lassen.

Sicherheit in der Mietwohnung

Mieter haben keinen Anspruch darauf, dass der Vermieter den sicherheitstechnischen Zustand der Wohnung verbessert. Es sei denn, die vorhandenen Einrichtungen erweisen sich als defekt. Hält der Mieter die Sicherheitsvorkehrungen in seiner Wohnung für nicht ausreichend, kann er aber auf eigene Kosten die Sicherheit vor Einbrüchen erhöhen. Eventuell ist der Vermieter bereit, anteilig Kosten zu übernehmen. Plant der Vermieter bauliche Änderungen, die zur Verbesserung der Sicherheit beitragen, ist er berechtigt, die Miete zu erhöhen. Es handelt sich um eine Modernisierung, die der Mieter in der Regel dulden muss.